08.05.2020

Sanierung Schachtbauwerks im Montageverfahren in der Gemeinde Rimsting am Chiemsee

Sanierung Schachtbauwerks im Montageverfahren mit qualitativ hochwertiger GFK-Auskleidung

 
 

Die Bauwerks- und Schachtsanierung im Montageverfahren mit vorgefertigten GFK-Platten stellt eine interessante Verfahrensvariante zur Instandsetzung der Bauwerke unserer Trink- und Abwassersysteme dar.

Aufgrund des fortgeschrittenen Schadensbildes und der besonderen Geometrie des Bauwerks beauftragte die Gemeinde Rimsting am Chiemsee die Swietelsky-Faber GmbH Kanalsanierung mit der Auskleidung des 7,3 m tiefen und 4,4 m breiten Abwasserpumpstation mit glasfaserverstärkten Vinylesterharzplatten.

Eingesetzte Leistungen im Projekt:

 

Projektbeschreibung

Die Abwasserpumpstation der Gemeinde Rimsting am Chiemsee ist eine sogenannte Überflurpumpstation aus Stahlbeton, ausgestattet mit zwei trocken aufgestellten Pumpen im Untergeschoß. Das kreisrunde Untergeschoß hat einen Durchmesser von 4,4 m und eine Tiefenlage von ca. 7,4 m. Es ist aufgeteilt in Maschinenraum und Pumpensumpf. Der Pumpensumpf der Pumpstation ist durch einen Einstieg im Erdgeschoss (lichtes Maß = 55 cm x 55 cm) der Pumpstation zugänglich.

GFK Sachtsanierung

Die Ausführungsplanung des Ingenieurbüros Dippold und Gerold aus Prien forderte die dauerhafte Instandsetzung des Bauwerks und es wirtschaftlich und beständig gegen biogene Schwefelsäurekorrosion und die betrieblichen Angriffe zu schützen.

Denn nach der vorhergehenden Überprüfung der Reststandsicherheit, erfolgte die Verfahrensauswahl anhand des Gesamtzustandes und der Geometrie des Bauwerks. Unter der breiten Palette der Verfahrenstechnik zur Instandsetzung von Bauwerken wurde in diesem Fall insbesondere die Umweltverträglichkeit, die statische Resttragfähigkeit, die Hydraulik, die Baugrunduntersuchung, die Oberflächenbeschaffenheit und insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Verfahrenstechnik betrachtet.

Denn die stark korrodierten Schachtwände und der Schachtboden des Pumpensumpfes waren über den langjährigen Betrieb schon sehr in Anspruch genommen und das Bauwerk ist ein wesentlicher Bestandteil der betrieblichen Anlagen der Gemeinde Rimsting am Chiemsee.

 

Zur Aufrechterhaltung der Vorflut wurde über die gesamte Bauzeit eine oberirdisch verlegte und verschweißte PEHD-Druckleitung in der bestehenden Abwasserpumpstation angeschlossen, über eine Länge von 50 m verlegt und über Tauchpumpen betrieben.

Zur Untergrundvorbereitung und vor der eigentlichen Auskleidung des Bauwerks wurden sämtliche korrodierte Bereiche des Stahlbetons durch Wasserhöchstdruck abgetragen und sämtliche vorhandenen Steigeisen entfernt.

Die umfangreichen Imperfektionen wurden mit einem höchst sulfatwiderstandsfähigen kunststoffmodifizierten und zementgebundenen Mörtel (PCC-II) reprofiliert. 

Aufgrund der besonderen geometrischen Aufteilung des Bauwerks war die GFK-Auskleidung auf der Längsseite und den beiden Rundungen in den Ecken mit optimal zuvor konfektionierten und biegsamen Platten auszugestalten.

Besondere Anforderung an die Erfahrung des ausführenden Unternehmens stellte der Pumpensumpfboden mit seinen diversen Schräglagen und Neigungen dar. Hier war Präzisionsarbeit gefragt.  

Um die geforderte Mindestwandstärke zu erreichen, wurden die nach einem ausgefeilten Verschraubungsraster verlegten GFK-Platten anschließend mehrmals händisch mit einem Epoxidvinylesterharz überlaminiert und „getopcoatet“.

GFK Schachtsanierung
 

Die Arbeiten wurden aufgrund der beengten Platzverhältnisse und besonderen Tiefenlage nach der Erstellung der projektspezifischen Gefährdungsbeurteilung in vier Bauabschnitten über ein eigens angefertigtes Podestgerüst ausgeführt.

Final wurden die bislang vorhandenen Steigeisen durch den Einbau einer V4A Edelstahlleiter substituiert. Gegenüber sonstigen Verfahrenstechniken zur Instandsetzung derartiger Bauwerke war hier die gewählte Ausführungsvariante nach Auffassung des Planers, des ausführenden Unternehmens und des Bauherrn die angemessene Ausführungstechnik. Vor dem Hintergrund der nun zu erwartenden Nutzungsdauer von ca. 50 Jahren überdies ein voller Erfolg für den Betreiber der Anlage.

Autor: Johann Tiefenthaler Bauleiter der Niederlassung Freilassing der Swietelsky-Faber GmbH Kanalsanierung

Projektbilder

 

Dekra Arbeitssicherheit SCC
TÜV Süd OHSAS 18001
TÜV Süd ISO 14001
TÜV Süd ISO 9001
 
Güteschutz Kanalbau
Gützeschutz Kanalbau - Z
Energieaudit HTC
PQ VOB
 
EMB Wertemanagement Bau
 
 
 
 
 

Swietelsky-Faber GmbH Kanalsanierung

Hauptstraße 2
D-55483 Schlierschied

Tel.: +49 (0) 67 63 / 55 69 860
Fax: +49 (0) 67 63 / 55 69 86 90

schlierschied@swietelsky-faber.de

 

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